So funktionierts
Tempowatt schätzt, wie lange du mit dem Velo unterwegs bist – nach Gelände, Velo und Motor. Wir gehen den Bereich des Rechners der Reihe nach durch, von oben nach unten.
1. Route zeichnen
Gib die Startadresse und dann das Ziel ein und wähl einen Vorschlag aus der Liste. Du kannst auch auf die Karte klicken: Der erste Klick setzt den Start, der zweite das Ziel. Die Zeit erscheint, sobald beide Punkte gesetzt sind.
- Das Fadenkreuz im Startfeld startet dort, wo du gerade bist.
- Die Pfeile rechts neben den Feldern drehen die Route um.
- Du kannst die Markierungen auf der Karte verschieben; die Route wird sofort neu berechnet.
- Neue Route löscht alles, und du fängst von vorne an.
2. Zwischenhalte hinzufügen
Ein Zwischenhalt lässt die Route über einen bestimmten Ort führen: die Bäckerei, das Seeufer, zu Freunden. So fügst du einen hinzu:
- Zwischenhalt hinzufügen öffnet ein neues Feld: Gib die Adresse ein oder klick auf die Karte, um den Halt zu setzen.
- Steht die Route, fügt ein Klick auf die Karte direkt einen Zwischenhalt hinzu. Er kommt dorthin, wo er die Strecke am wenigsten verlängert.
Die Zwischenhalte sind in der Reihenfolge der Route nummeriert, auf der Karte wie in den Feldern. Das Kreuz rechts in einem Feld entfernt den Halt. Pro Route gehen höchstens acht Zwischenhalte.
3. Velo wählen
Wähl zuerst die Kategorie:
- 25 km/h: das übliche E-Bike. Die Unterstützung hört bei 25 km/h auf; darüber treten nur noch deine Beine.
- 45 km/h: das S-Pedelec, unterstützt bis 45 km/h. In der Schweiz trägt es ein gelbes Kontrollschild, und es gilt Helmpflicht.
Dann wählst du das Modell, das Gewicht, Sitzposition und Reifen festlegt, und den Motor. Dein Motor fehlt in der Liste? Nimm den ähnlichsten und korrigier seine Werte in den technischen Parametern.
Die Modelle von Flyer und Riese & Müller kommen mit Originalmotor und -akku; du kannst trotzdem einen anderen Motor wählen.
Die Stromer
Die Stromer stehen bei den S-Pedelecs, jeweils mit Motor und Akku des Modells. Ihr Motor sitzt in der Hinterradnabe: Er treibt das Rad direkt an, ohne über die Gänge zu gehen. Im Vergleich zu einem Mittelmotor:
- hält er in der Ebene und bei leichter Steigung locker fast 45 km/h;
- geht ihm an steilen Anstiegen bei tiefem Tempo die Kraft aus, und er klettert langsamer;
- lädt er den Akku in Abfahrten und vor jedem Halt etwas auf: Bergab zahlt sich aus.
Ihre drei Unterstützungsstufen 1, 2 und 3 ersetzen die Stufen Eco bis Turbo.
4. Unterstützungsstufe
Die Stufe legt fest, wie viel der Motor zu deiner eigenen Leistung dazugibt: Eco schont den Akku, Turbo gibt alles. In der Ebene ist der Unterschied klein, am Berg riesig. Der Abschnitt Gleiche Route, andere Einstellungen unten im Ergebnis zeigt dir die Zeit in jeder Stufe.
5. Technische Parameter anpassen
Dieser Bereich ist anfangs zugeklappt. Die Standardwerte passen für eine Alltagsfahrt ohne Gepäck.
| Einstellung | Was sie ändert |
|---|---|
| Leistung, Drehmoment, maximale Unterstützung | Die Werte des gewählten Motors. Änder sie für einen Motor, der nicht in der Liste steht; «Werkseinstellungen» stellt sie wieder her. |
| Fahrergewicht, Gepäck und Passagier | Das Gesamtgewicht, das du vor allem am Berg spürst. |
| Eigene Tretleistung | Die Leistung, die du beim Treten bringst: etwa 70 W gemütlich, 120 W in mässigem Tempo, 200 W, wenn du den Velokurier gibst. |
| Akku | Seine Kapazität in Wattstunden, wie auf dem Akku angegeben. |
| Stopps und Verkehr | Die Zeit, die an Ampeln und Kreuzungen verloren geht, von «keine Stopps» bis «Innenstadt». |
| Wind | Stärke und Richtung. Die Schaltfläche rechts holt den am Start gemessenen Wind. |
6. Ergebnis lesen
- Die Zeit, gross, Stopps inbegriffen, mit Distanz und Durchschnittsgeschwindigkeit.
- Akku, Verbrauch und Reichweite: der verbrauchte Anteil des Akkus und die Distanz, die du mit einer vollen Ladung im gleichen Tempo schaffen würdest.
- Die Durchgangszeiten, wenn deine Route Zwischenhalte hat: die bis zu jedem Halt verstrichene Zeit und die Dauer jedes Abschnitts.
- Das Streckenprofil: die Höhe entlang der Route, dunkler dort, wo es langsam vorwärtsgeht. Fahr mit der Maus darüber, um Tempo, Steigung und Motorleistung an jedem Punkt zu sehen; der passende Punkt erscheint auf der Karte.
- Gleiche Route, andere Einstellungen: die Zeit in jeder Stufe und in der anderen Kategorie.
7. Teilen und exportieren
- Link kopieren erzeugt eine Adresse mit der Route, ihren Zwischenhalten und dem gewählten Velo. Wer sie öffnet, sieht dieselbe Berechnung – praktisch, um eine Tour vorzuschlagen.
- Als GPX exportieren speichert die Route in einer Datei, die GPS-Velocomputer und Apps wie Komoot lesen können.
Wie die Zeit entsteht
Keine Zauberei, nur Physik. Die Route wird in kurze Abschnitte zerlegt. Für jeden berechnet Tempowatt das Tempo, bei dem deine Leistung und die Hilfe des Motors Steigung, Rollwiderstand der Reifen und Luftwiderstand ausgleichen. Die Fahrzeit ist die Summe der Abschnitte, plus eine Schätzung der Stopps.
Die Route folgt den Strassen und Velowegen von OpenStreetMap, das auch den Belag jedes Abschnitts sowie die Lage von Ampeln und Stoppstrassen liefert: Jede wird auf deiner Route gezählt. In der Schweiz stammen die Höhen aus dem Geländemodell von swisstopo, auf den Meter genau; anderswo aus einem gröberen weltweiten Modell.
Genauigkeit
Die angezeigte Zeit bleibt eine Schätzung: Tagesform, Verkehr, das echte Wetter und die Glacepause lassen sie schwanken. Am meisten bringt sie, um auf derselben Route Varianten zu vergleichen: eine Unterstützungsstufe, ein Velo, eine Kategorie.
Kommt dir eine Zeit auf einer Strecke, die du kennst, komisch vor? Melde es über die Kontaktseite, mit Start, Ziel und gewähltem Velo.